Steingarten oder begrünter Garten?

Warum versiegelte Vorgärten bei Starkregen zum Risiko werden

Trockenheitsresistent, pflegeleicht und modern. So gelten Steingärten oft noch immer. Doch aus Sicht des Naturgefahrenmanagements zeigen sich die Nachteile: Gerade bei Starkregenereignissen verstärken stark versiegelte oder geschotterte Flächen den Oberflächenabfluss und erhöhen das Risiko lokaler Überflutungen.

Begrünte Gärten hingegen wirken wie ein natürlicher Schwamm. Pflanzen, durchwurzelte Böden und humusreiche Flächen können Wasser aufnehmen, verzögern den Abfluss und entlasten Kanalisation sowie angrenzende Grundstücke.

Was passiert bei Starkregen?

Steingärten

  • geringe Wasseraufnahme
  • schnelle Abflussbildung
  • erhöhte Belastung für Entwässerungssysteme
  • stärkere Hitzeentwicklung im Sommer

Begrünte Flächen

  • bessere Versickerung
  • verzögerter Oberflächenabfluss
  • Kühlung durch Verdunstung
  • Rückzugsräume für Insekten und Biodiversität
  • Beitrag zum Schwammstadt-Prinzip durch Wasserrückhalt und Verdunstung

Gerade in Siedlungsgebieten entstehen viele Schäden nicht durch Flüsse, sondern durch oberflächlich abfliessendes Wasser nach intensiven Niederschlägen. Jede entsiegelte und begrünte Fläche trägt dazu bei, schnellen Oberflächenabfluss zu reduzieren. So kann Wasser vermehrt in Böden gespeichert werden, ohne schnell abzufliessen.

 

Unser Fazit

Klimaanpassung beginnt oft direkt vor der Haustüre.
Wer Grünflächen statt Schotterflächen schafft, leistet nicht nur einen konkreten Beitrag zum Schutz vor Oberflächenabfluss sondern verbessert auch das Mikroklima und die Biodiversität.

Begrünte Flächen sind zudem ein wichtiger Bestandteil des Schwammstadt-Konzepts: Regenwasser wird lokal aufgenommen, gespeichert und zeitverzögert abgegeben, statt direkt in die Kanalisation abzufliessen.

 

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Bildquelle: Bild wurde mithilfe von KI erstellt

 

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